Sportscheck-Nachtlauf Erfurt

Sportscheck-Nachtlauf Erfurt

Hallo meine Lieben,

jetzt ist es schon wieder fast eine Woche her, als ich 21,1km in der Nacht durch Erfurt gerannt bin. Und irgendwie fühlt es sich an, als wäre es erst gestern gewesen, besonders in meinen Beinen…

Nun wisst ihr ja, dass ich bereits den Samstag vor dem Sportscheck-Nachtlauf einen Wettkampf mit Bravour bestritten hatte. Dieser ging aber auch nicht so spurlos an mir vorüber und ich stellte am Samstag ernüchternd fest, dass ich wohl nicht Bestzeit laufen werde und hatte dementsprechend auch irgendwie so gar keine Lust.

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Keine Lust – aber wenigstens die Aussicht ist schön!

Nachdem ich allerdings den ganzen Vormittag und Nachmittag gejammert hatte, dass ich ja so gar keinen Bock habe und ich lieber im Wald meine 20km laufen würde. Machte mir Mr. Blume klar, dass wir nach Erfurt fahren und gut. Ok, wenn das Mr. Blume sagt, dann wird das so gemacht und eigentlich hatte er ja auch Recht. Er hatte einfach die besseren Argumente.

Um 20:30 Uhr sollte der Lauf beginnen und so starteten wir halb 6 in Neuhaus um noch genügend Zeit für die finale Vorbereitung zu haben. Bevor wir allerdings fahren konnten, spendierte mir Mr. Blume liebenswürdiger Weise noch ein Softeis. Dieses Softeis sollte später meine Rettung werden.

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Der absolute Keine-Lust-aber-es-hilft-ja-nichts-Blick

In Erfurt angekommen, gab es noch den obligatorischen Haferbrei als Abendessen und dann ging es auf den Petersberg zum Start. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich bis zum Startschuss immer noch keine Lust. Aber das war dann auch egal, so wollte ich eben einfach nur einen gemütlichen Trainingslauf machen und den Halbmarathon genießen.

Der Startschuss fiel, es ging zunächst ungefähr zwei Kilometer nur bergab, danach ca. zwei Kilometer über Kopfsteinpflaster durch Erfurts Innenstadt um dann nach einem guten Kilometer Berglauf auf dem Petersberg in die nächste Runde zu starten. Insgesamt durfte ich vier solche Runden drehen.

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Erfurt bei Nacht – einfach toll!

Bereits bei der ersten Runde war ich froh doch mit gelaufen zu sein. Trotz der mit uns gestarteten 5-km-Läufer war die Strecke nicht überfüllt und Erfurt bei Nacht ist schon toll. Unterwegs stand da auch urplötzlich Mr. Blume um mich zu sehen, und auch ganz viele fremde Menschen standen am Streckenrand und haben alle Läufer angefeuert. Die ersten fünf Kilometer vergingen wie im Flug.

Wieder auf dem Petersberg angekommen, stellte ich mit Schrecken fest, dass es als Streckenverpflegung nur Getränke gab, ich hatte natürlich auch nichts zu essen mit.

Die zweite Runde war wesentlich ruhiger als die erste. Es waren kaum Läufer auf der Strecke, fast wie auf meiner Waldrunde. Allerdings machten mir jetzt bereits das Kopfsteinpflaster und das Bergab-laufen zu schaffen. Aber auch diese Runde verging. In der dritten Runde ließ dann allmählich die Kraft und die Konzentration nach, da ich ja keine Verpflegung dabei hatte und die Speicher geleert wurden. So fiel mir das Laufen durch die Innenstadt in dieser Runde extrem schwer und meine Beine meldeten bereits Protest an.

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Der Weg ist das Ziel.

Wieder am Start/Ziel angekommen, sah ich, dass ich für die drei Runden bisher 1:40h gebraucht hatte und beschloss bei der letzten Runde noch etwas Gas zu geben um vielleicht doch noch unter 2:10h zu laufen. Aber das war leider mehr Wahnsinn als Realität. Ich holte zwar das letzte bisschen aus meinen Beinen raus (dank des Softeis ging doch noch ein wenig was), hätte Konditionsmäßig wahrscheinlich auch noch mehr geschafft, wenn die Schmerzen in den Beinen nicht gewesen wären.

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Nächstes Jahr dann hoffentlich ein bisschen schneller. 😉

Aber egal ins Ziel kam ich dann schließlich nach 2:13:37h netto, einfach nur froh es geschafft zu haben. Aber auch ziemlich stolz, trotz eines lockereren Tempos es doch noch so eine Zeit gelaufen zu sein. Die Nachwehen nerven zwar noch etwas, aber das vergeht. Nächstes Jahr nehme ich diesen Lauf auf jeden Fall noch einmal in Angriff, dann aber mit Bestzeit!

Jetzt mache ich bis Silvester erst einmal Wettkampfpause und konzentriere mich wieder mehr auf das Marathontraining.

Was sind eure Pläne für das restliche Jahr?

Habt noch eine schöne Zeit.

Bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüße.

Eure Nisi Blume

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Der Tag der persönlichen Rekorde

Der Tag der persönlichen Rekorde

Hallo meine Lieben,

am Sonntag, den 23.4.2017 war es endlich soweit, nach wochenlanger Vorbereitung durfte ich in Enschede zum „In het Veld Schoonmaak Halve Marathon“ antreten.

8:00 Uhr

Mr. Blume und ich ließen unseren Sonntag gemütlich angehen. Da der Lauf erst um 12:45 Uhr starten sollte, blieb noch genug Zeit für ein leckeres gemeinsames Frühstück und eine ausgedehnte Yogaeinheit für mich. Allerdings war schon während des Frühstücks eine enorme Anspannung meinerseits bemerkbar

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Wenn dir alles zu viel wird, dann stell doch die Welt einfach einmal auf den Kopf! – Zack! – Schon ist alles wieder gut.
10:30 Uhr

Jetzt ging es los, noch kurz alles zusammen gepackt, in die Laufklamotten geschlüpft und dann ab ins Auto, denn Enschede ist doch eine Stunde Fahrt von Münster entfernt und man möchte ja auch pünktlich starten können. Und gerade das Parklplatzproblem kann einem immer mal einen Strich durch die Rechnung machen.

11:30 Uhr

Mr. Blume und ich erreichten Enschede und waren einfach einmal ziemlich überrascht. Während am Tag vorher zum Abholen der Startunterlagen, mörderisch viel los war, kamen wir nun perfekt durch und konnten uns mitten in der Stadt ganz bequem einen Parkplatz aussuchen. Von unserem Parkhaus kamen wir nach fünf Minuten Fußmarsch direkt zum Start/Ziel Bereich und konnten die Marathonis auf ihrer ersten Runde anfeuern. Jetzt noch einmal fix aufs Klo und dann fing ich bereits an mich einzulaufen.

12:30

15 Minuten vor dem Start versuchte ich eine gute Position innerhalb der Startboxen zu finden. Leider waren diese zwar unterteilt aber nicht beschriftet, so bin ich einfach nach Gefühl in einer Startbox stehen geblieben und ca. fünf Minuten später standen die Pacer für eine Halbmarathonzeit von 2:10:00h vor mir. Ich überlegte kurz, das gesteckte Ziel lag bei unter 2:20:00h, also warum nicht einfach probieren mit den Pacern Schritt zu halten?

12:45

Der Startschuss fiel und das Läuferfeld setzte sich in Bewegung. Ich blieb einfach hinter meinen Pacern. Leider hatte nicht nur ich die Idee, sondern gefühlte 100 andere auch. Aber egal wir starteten mit einer für mich schon zügigen Pace von 5:30 min/km bis 5:55 min/km, aber ich hörte auf meinen Körper und dieser sagte: „Lauf einfach, Lauf!“. Also gesagt getan, solange ich konnte wollte ich das Tempo mithalten.

Die ersten 10 km hatte ich damit überhaupt kein Problem, die Strecke führte quer durch Enschede und überall standen Menschen und jubelten uns zu. Auch nach weiteren 5 km gelang es mir ohne Probleme den Anschluss an „meine“ Pacer zu halten.

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Da waren schon eine ganze Menge Menschen unterwegs.

Allerdings verlief die Strecke auf den letzten 6 km entlang der Gronausestraat und zwar 3 km in die dem Ziel entgegengesetzte Richtung und dann 3 km auf der anderen Straßenseite wieder in Richtung Ziel. Diese Strecke war leider für meinen Kopf zu viel und ich bemerkte mit einem Mal schlagartig alles was mir weh tat. So dachte sich mein linker Hüftbeuger: „Hey, Verspannungen sind cool!“ , und machte halb dicht. Und weil diese im Intervall auftretenden Schmerzen nicht reichten, meldete mein linker Fuß auch noch ein riesen Blase. Somit verlor ich immer mehr an Geschwindigkeit und konnte das Tempo der Pacer nicht mehr halten.

Knappe 3 km vor dem Ziel setzte dann noch ein Regen-Hagel-Schauer ein. Natürlich verlief die Strecke entgegen der Windrichtung. In diesem Moment hätte ich am liebsten laut losgeheult, aber mein Kopf gab mir gleich die passende Antwort: „Du darfst heulen, mach nur! Aber renn dabei, VERDAMMT RENN!“ Dieser Spruch blieb irgendwie hängen und auch der wieder einsetzende Sonnenschein motivierte mich erneut wieder 120% zu geben. So steigerte ich allmählich wieder meine Pace und versuchte einem nach den anderen auf den letzten Kilometern noch zu überholen.

Fast völlig entkräftet kam ich in den Zieleinlauf und sah, dass ich bis jetzt 2:12:38h gebraucht hatte. Ich überlegte kurz ob ich die 200m noch in 20sec schaffen könnte und rannte einfach los, so schnell meine Beine mich nur tragen konnten. Schließlich erreichte ich das Ziel bei 2:13:18h. Das dies die Bruttozeit war, wusste ich in diesem Moment noch nicht, ich war einfach nur happy es unter 2:20:00h geschaffft zu haben.

Direkt am Ziel fing mich auch Mr. Blume ab und freute sich mit mir. Er überredete mich schließlich auch meine Medaille doch gravieren zu lassen und als dann auf der Medaille eine Zeit von 2:08:48h graviert war, konnte ich es wirklich kaum glauben. Das war schneller als ich mir irgendwie erhofft hatte.

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Die Freude über diese mega Zeit – einfach RIESIG!

Somit habe ich an diesem Tag eine neue persönliche Bestzeit für den Halbmarathon von 2:08:48h und ganz nebenbei auch noch eine neue persönliche Bestzeit über 200m von 40sec und über 15 km von 01:29:22h aufgestellt.

Also alles in allem war es wirklich ein mega erfolgreiches Wochenende! Welches ich so ohne die Unterstützung von meiner Trainingsgruppe der LSF Münster, meinen Eltern,  meiner allerbesten Physiotherapeutin Antonia und ganz besonders ohne Mr. Blume nie geschafft hätte. Ich danke euch allen von ganzem Herzen!

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Zur Medaillenübergabe auch gleich noch einen Drücker und 3 fette Schmatzer bekommen.

Und selbstverständlich danke ich auch euch, dass ihr stets so fleißig meine Blogposts lest und mich dadurch immer weiter motiviert.

Ich freue mich auf die weitere schöne Zeit mit euch.

Danke für alles!

Bis bald

Eure Nisi Blume

Januar 2017

Januar 2017

Hallo meine Lieben,

mein letzter Blogpost ist jetzt schon wieder eine Weile her und der nächste lässt auch noch etwas auf sich warten, wird dafür aber umso besser. 😉 Da ich mich allerdings schlecht fühle, wenn ihr solange nichts von mir hört, gibt es einen kleines Update für zwischendurch.

Was ist so alles in den letzten zwei Wochen passiert?

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Die wohl beste Art den Tagesbedarf zu decken 😉

Also zunächst die Abrechnung mit der Fit-For-Fun-40-Tage-Challenge: Mr. Blume hat  drei Kilos in den 30 Tagen verloren und ich ein Kilo zugenommen. Das war echt sehr deprimierend. Also wurde kurzer Hand das ganze Ernährungskonzept ein wenig abgeändert. Es gibt im Moment 1800kcal pro Tag wovon 452kcal in Form von Eiweiß, 465kcal in Form von Fetten und der Rest durch ausreichend Kohlenhydrate abgedeckt werden. Das heißt es gibt wieder ein süßes Frühstück und gegen eine Apfelsine am Nachmittag ist auch nichts einzuwenden.  Auch darf ich mir die Zeit, an denen ich meine Makros zu mir nehme, frei einteilen, also nichts mit nur Kohlenhydrate nach dem Training oder zum Abendessen. 😉 Sportmäßig habe ich den Trainingsaufbau aber beibehalten, also gibt es wie gehabt zwei Einheiten Krafttraining die Woche und insgesamt drei Laufeinheiten. Für eine lockere Muskulatur sorgen Yogaeinheiten für zwischendurch.

Die Resultate:

Also Ernährung passt eigentlich ziemlich gut. Schon wieder zwei Kilo des Winterspecks in den letzten 10 Tagen verloren 🙂

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Wenn es dann mal nicht gefroren ist 😂

Training läuft teils teils. Warum teils? – Ganz einfach ich komme mit diesen arktischen Temperaturen hier in Thüringen einfach nicht zurecht. So läuft das Krafttraining in meiner angenehm- warmen, wohltemperierten Wohnung sehr gut, aber beim Laufen habe ich immer wieder mit Handicaps zu kämpfen. So konnte ich die letzte Januarwoche auf Grund von Achillessehnenschmerzen gar nicht trainieren und die Woche darauf war auch an Laufen nicht zu denken, da ich mir eine Monsterblase beim Ski fahren gerieben habe…

An die Langlaufski-Fahrer unter euch: Wie um alles in der Welt vermeidet man es, sich die kompletten Fersen blutig zu reiben?

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Laufen im Dunkeln.

Naja und vorige Woche machte dann bei einem eiskalten Lauf die Achillessehne nach 7km dicht. Also Abbruch und nach Hause spazieren. Nachdem ein paar Tränchen verdrückt wurden (es hat mich einfach so sehr geärgert), habe ich den Kopf am Samstag wieder aus dem Sand gezogen und einen neuen Laufversuch gestartet. Und dabei ist eine neue Bestzeit über 5km heraus gekommen. Ich habe für 5km 29:09min gebraucht. Was ein paar Plusgrade und ein wenig dehnen und Krafttraining so alles bewirken 😀

Aber trotz der Erfolge bleibt ein kleiner

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Ohne Mampf – kein Kampf!

Wehmutstropfen: Die 500km der Nissan-Run-Challenge schaffen Mr. Blume und ich auf jeden Fall nicht mehr. Naja aber Gesundheit geht eben vor! Und hey Hauptsache ich kann bei meinem Halbmarathon im April starten.

So und jetzt habe ich euch erstmal wieder genug zu geblubbert 😉 Habt noch eine schöne Zeit.

Bis zum nächsten Mal

Ganz liebe Grüße

Eure Nisi Blume

 

Sport frei!

Sport frei!

Hallo meine Lieben,

ich hatte die letzten Tage und Wochen wieder so wenig Zeit für euch. Ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen. 😦

Aber jetzt möchte ich mir die Zeit nehmen um euch endlich mal wieder auf den Stand der Dinge zu bringen.

img_20161231_174427_026.jpgFangen wir noch im alten Jahr an. Am 31.12.16 habe ich am Silvesterlauf vom LSF Münster  teilgenommen. Dies war auch gleichzeitig meine erste Teilnahme als Mitglied der Laufsportfreunde (LSF) Münster.  Und was soll ich sagen eine Zeit von unter 1:10:00h für 10km war anvisiert und 00:58:48h sind es dann geworden und damit war ich dann doch sehr zufrieden. Die Grundlage ist immer noch vorhanden. Das war wirklich ein schöner Abschluss für mein erstes richtiges Laufjahr. 🙂

Und das Jahr 2016 ist somit auch Geschichte. Jetzt heißt es in 2017 weiter an mir arbeiten.

So einige Pläne habe ich ja schon geschmiedet. Zum einen will ich, wie bereits gesagt, endlich Marathon laufen und zum anderen eben trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Und der eine oder andere kleine Wettkampf darf natürlich auch nicht fehlen.

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden im April den Halbmarathon in Enschede zu laufen und das am besten noch unter 2:20:00h. Wir werden sehen. wp-1484917159475.jpg

Selbstverständlich ist das Vorhaben kein Selbstläufer, somit trainiere ich schon seit Beginn des Jahres ziemlich fleißig. Mein Training besteht im Moment aus einem Mix aus schnellen Läufen und langsamen langen Dauerläufen. Mein längster Lauf in diesem Jahr war bis jetzt ein langer Lauf durch Erfurt mit einer Distanz von 19km. Nach der dafür benötigten Zeit dürft ihr allerdings nicht fragen. Die Kälte setzt mir im Moment sehr zu, schnelle Läufe sind seit dem ich wieder in Erfurt bin fast gar nicht möglich sind. 😦 Meine Beine wollen einfach bei dieser Kälte nicht funktionieren.  Aber Ende Januar soll sich das Wetter ja wieder etwas bessern und bis dahin trainiere ich eben die langen Strecken 😉

In diesem Jahr heißt es nicht nur beim Lauftraining Maßstäbe zu setzen. Auch das Alternativtraining und die Ernährung kommen im Moment nicht zu kurz. Seit dem 02.01. testen Mr. Blume und ich die 30-Tage-Fett-weg-Challenge der Fit For Fun Zeitung (Ausgabe Dezember). Das heißt seit mittlerweile drei Wochen achten wir beide sehr auf eine eiweißbetonte und kohlenhydratreduzierte Ernährung zusätzlich gibt es jede Woche vier Einheiten Krafttraining. Den Ernährungsplan sowie den Trainingsplan haben wir der Zeitung entnommen. img_20170102_150621_204.jpg Ich muss allerdings zugeben, dass Mr. Blume auf jeden Fall die Nase vorn hat. Während ich schon vier Trainings auslassen musste, hat er, bis auf ein Training, wirklich alles nach Plan absolviert. Auch die Ernährung klappt bei ihm irgendwie besser als bei mir. So fällt es mir schon sehr schwer frühs auf Kohlenhydrate zu verzichten, diese sind nämlich nur nach dem Sport und in sehr geringen Mengen am Abend erlaubt.  Das ist für einen Obstfrühstücksmenschen, wie mich, schon eine ziemlich krasse Umstellung, die auch ein bisschen mit schlechter Laune einherging. Aber dank der Cheatdays, welche alle 14 Tage gemacht werden dürfen, hat sich die Laune doch schon um einiges gebessert.  Ein weiterer Grund um nicht alles hinzuschmeißen ist, dass sich meine Laufleistung auch merklich verbessert hat, also wird das ganze weiter durchgezogen. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch Mr. Blume einzuholen. 😉

Und um mein ganzes Programm abzurunden und Verletzungen vorzubeugen, gibt es jeden Morgen und jeden Abend eine Yogasession von mindestens 10min. Das kann ich euch wirklich nur sehr empfehlen. Macht die Gelenke locker und beruhigt den Geist. Eine weitere Empfehlung für alle Läufer und alle Muskelschmerzen- und Stressverspannungsgeplagten habe ich auch noch für euch. Aber dazu wird es noch einmal einen eigenen Blogpost geben.

So ich denke ihr wisst jetzt so über das gröbste Bescheid und seid wieder voll im Bilde 🙂

Ich hoffe ich habe euch mit meinen Ausführungen nicht allzu sehr gelangweilt und euch nicht mit meinem ellenlangen Text verschreckt. 😉 Aber da die letzten Blogposts alle kürzer waren, verkraftet ihr das schon einmal.

Und jetzt widme ich mich mal wieder meinem Training oder meinem Essen… 😉

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende

Bis zum nächsten Mal

Eure Nisi Blume

Der Rennsteiglauf Halbmarathon – Der erste Halbmarathon meines Lebens

Der Rennsteiglauf Halbmarathon – Der erste Halbmarathon meines Lebens

Hallo meine Lieben,
am Samstag, den 21.05.2016 war es endlich soweit, der Rennsteiglauf wurde ausgetragen. In diesem Jahr gingen insgesamt 16412 Läufer auf allen Distanzen an den Start – absoluter Rekord. Auf der, von mir gewählten, Halbmarathondistanz starteten ca. 7800 andere Läufer, absoluter Wahnsinn.Aber zurück zum Anfang, am Vortag, den 20.05.2016 begann bereits meine Reise in den Thüringer Wald und die damit unmittelbar verbundene Marathonvorbereitung. So wurde die Reisetasche bereits am Donnerstag gepackt und freitags wurden nur noch die nötigsten Sachen erledigt. Als besonders notwendig galt für mich das Packen meines „Racebags“ für den nächsten Tag (um nichts zu vergessen, verwendete ich die von bevegt.de) und natürlich das „Schlemmen“ um genug Energie für den Lauf zu haben. So wurde am Freitag nicht nur das „Ränzelein geschnürt“, sondern auch fleißig gekocht und gegessen. Alle Reste die übrig blieben (das waren nicht all zu viele, lediglich zwei Gläser Milchreis, welche vorneweg für das Frühstück am Lauftag bestimmt waren) wurden noch gut verpackt und selbstverständlich auch in die Tasche gesteckt. Bereits um 21Uhr begab ich mich ins Bett und schlief den Schlaf der Gerechten. 😉

Der Start in Oberhof

4:00 Uhr

Nachdem ich bereits seit 3:00 Uhr ausgeschlafen hatte, aber Mr. Blume zuliebe noch ruhig im Bett liegen blieb, klingelte endlich um 4:00 Uhr mein Wecker und kündigte an: „Nisi steh‘ auf es ist Raceday!“ Ich tat wie mir geheißen, kletterte aus dem Bett und bemerkte, wie die erste große Nervosität gepaart mit viel Vorfreude an mir herauf kroch. 

Da ich bei Mr. Blume zu Hause übernachtet hatte, musste ich erst zunächst 10min Fußweg bestreiten, um mit der üblichen Morgenroutine (Zähneputzen, Anziehen, Kämmen, usw.) in meinem alten Zimmer bei meinen Eltern beginnen zu können. In diesen 10min stieg gefühlt die Vorfreude pro Meter um 100% und kam zu ihrem vorläufigen Höhepunkt, als ich auf halber Strecke einem Fotografen des Rennsteiglaufs begegnete. 

4:30 Uhr

Ich kam bei meinen Eltern an und begann sofort mit der Morgenroutine, überprüfte noch einmal ob ich wirklich alles habe und wartete dann darauf, dass Mr. Blume vorgefahren kommt und mich abholt.

5:00 Uhr

Mr. Blume fuhr vor, wir luden meine Sachen in sein Auto und endlich kam ich dem Start ein großes Stück näher.

6:00 Uhr

Beim Abholen der Startunterlagen
Wir erreichten fast ohne Zwischenfälle Oberhof und fanden sogar auf Anhieb einen Parkplatz. Nach einer kurzen Orientierungsphase gelang es uns auch meine Startunterlagen abzuholen und ein ruhigeres Plätzchen zu finden, an dem ich mich Rennfertig machen konnte. Aber „ruhiger“ relativ, bereits, als wir die Unterlagen abholten, wurden wir von den Menschenmassen fast erschlagen. Einfach nur Wahnsinn!

6:30

Nachdem die letzten Vorbereitungen getroffen worden sind und ich rennfertig war, also in voller Laufbekleidung und mit Timingchip und Startnummer versehen, gab es erst einmal noch ein kleines Frühstück, um danach gestärkt zum Startbereich zu pilgern. 

7:00

Das kleine Frühstück 😉

Nach nicht ganz einer halben Stunde Fußmarsch hatten wir den Startbereich erreicht und auch meinen Startblock gefunden. Allerdings war von diesem nicht einmal der Start zu sehen. Erneut erstaunte es uns, wie viele Menschen sich wirklich hinter der Zahl 7800 verbergen. Aber hey, davon ließ ich mich natürlich nicht entmutigen. Die Kälte, welche mir langsam die Beine hochkroch, machte mir schon eher zu schaffen. Dagegen gibt es aber gute Hilfsmittel und so vergingen die letzten Minuten bis zum Start wie im Flug.

7:30

Voller Vorfreude auf den Start

Block 1 durfte schon starten. Jetzt war die Nervosität auf dem Siedepunkt. Ich wollte auch endlich starten und alles geben!

7:48

Endlich ertönte der heißersehnte Startschuss und der Lauf begann.

Die ersten Meter legten alle gemeinsam auf der Straße, welche an der Rodelbahn, der Skihalle und am Biathlon-Stadion vorbei führte, zurück. Nach dem ersten Kilometer konnte man zwischen zwei Streckenvarianten wählen, dies war notwendig, da man das Läuferfeld entspannen wollte. Ich wählte die zweite Variante, bemerkte aber leider von einer Entspannung des Läuferfeldes recht wenig. Die Strecken wurden bereits nach 0,8km wieder zusammengeführt und ich fühlte mich erneut wie eine „rennende Ölsardine“. Auch am ersten Berg bremsten die Menschenmassen mich aus und ein weiterer Gedanke schlich sich in meinen Kopf: „Du wolltest jeden Berg zügig gehen.“ Ich hörte kurz in meinen Körper hinein und stellte fest, dass weder meine Atmung, mein Herz noch meine Beine diesen Berg wirklich laufen wollten. Ich fühlte mich so voller Energie, also rann im Slalom hinauf und überholte zahlreiche andere Läufer. 

Nachdem ich den ersten Anstieg meisterte, ging es selbstverständlich auch wieder bergab. Hier versuchte ich einfach nicht aus meiner Pace zu kommen und wie wild los zu rennen, dies gelang mir meiner Meinung nach ziemlich gut. Allerdings nutzten das viele der bereits vorher überholten Läufer aus und liefen einfach an mir vorbei.

Aber der nächste große Aufstieg ließ nicht lange auf sich warten, es ging hinauf auf den „Großen Beerberg“. Das war meine Chance. Auch hier hatte ich genug Energie, um mich irgendwie laufend an den „Gehenden“ vorbei zu zwängen. Falls es euch interessiert, was einem Läufer, der bergauf sich an Menschenmassen vorbei zwängen muss, durch den Kopf geht, dann lasst euch gesagt sein, es ist nichts Gutes und viele nette Gedanken sind auch nicht mehr vorhanden. Aber vielleicht hat mich der Ärger auch beflügelt, ich weiß es nicht. Jedenfalls erreichte ich recht zügig den höchsten Punkt des Halbmarathons.

09:02 Uhr

Ich kam bei der zweiten Verpflegungsstation bei km 12 an und gönnte mir einen Becher Wasser und ein großes Stück Banane.

Energiegeladen konnte ich die letzten 9km in Angriff nehmen. Meine Beine fühlten sich an, als wäre ich eine Afrikanische Gazelle und ich lief bis km 18 wie im „Flow“, es lief sich so unglaublich gut und einfach, fast wie von selbst.

Nachdem ich 18km zurückgelegt hatte, kam ich auf den letzten „Abstieg zum Ziel“, dieser war das schlimmste Stück für mich. Die Leichtigkeit war mit einem Mal komplett verflogen und wich Schmerzen, die bei jedem Aufsetzen meiner Füße verstärkt wurden. Ja, man hätte auch ein kurzes Stück gehen können, aber das kam für mich nicht in Frage. Ich lief weiter, redete mir ein, dass ich ein Kämpfer, ein Macher sei und dieses Rennen komplett durchlaufen werde.

10:12 Uhr

Und nach endlosen 3km war sie endlich da, die Zielgerade. Beflügelt von den Zurufen der Zuschauer und der Aussicht es geschafft zu haben, nahm ich meine letzten Reserven zusammen und sprintete, an allen anderen Läufern vorbei, ins Ziel. Dort bekam ich sofort meine Medaille und wurde vom direkten Zieleinlauf fort geleitet. 

Der Zielbereich
Erst als ich den Zielbereich verließ und Mr. Blume wieder in die Arme schließen konnte, dämmerte mir, was genau jetzt eigentlich passiert war. 

Den schönsten Moment erlebte ich aber, als ich meine Medaille gravieren ließ und feststellte, dass ich eine Halbmarathonzeit von 2:24:02h gelaufen war, das sind UNTER 2,5 STUNDEN. Jetzt war sie da, diese unglaubliche Freude, der Stolz sein Ziel erreicht zu haben. Einfach nur Wahnsinn!

10:40 Uhr

Ich habe es geschafft!

Mr. Blume und ich schlenderten zum Abschluss noch über das Gelände und kassierten alle Werbegeschenke ein. 😉 Als der Hunger allerdings zu groß wurde, brachen wir wieder Richtung Heimat auf, mit dem tollen Gefühl: Ich habe es geschafft.

Bilanz

Aber wie es nun immer bei mir so ist, muss ich eine Bilanz ziehen. Nach diesem Lauf bin ich zu zwei, für mich sehr relevanten, Entschlüssen gekommen.

Zunächst vielleicht der nicht ganz so wichtige. Ich werde definitiv keinen Halbmarathon mehr bestreiten, bei dem über 7000 Menschen teilnehmen und das schon gar nicht auf dem Rennsteig. Die kleinen Waldwege sind einfach für so viele nicht ausgelegt, daher kam für mich der Spaß am Laufen auch viel zu kurz. Es ist einfach nicht schön, wenn man den ganzen Lauf nicht den Blick vom Boden heben kann, ohne zu riskieren einen anderen Läufer in die Haxen zu treten. Daher muss ich leider den Rennsteiglaufverein, als Veranstalter kritisieren. Es hätte viel früher einen Anmeldestopp geben sollen, um jeden dem Spaß am Lauf zu ermöglichen. Sollte es die nächsten Jahre auch so sein, ist es sehr fraglich, ob die hohen Meldezahlen weiterhin beibehalten werden können. Aber nun gut, für mich ist das Thema Rennsteiglauf Halbmarathon eh erst einmal erledigt. 

Endlich nach Hause 😀
So genug Frust abgebaut, jetzt kommt meine wohl wichtigste Erkenntnis: Ich will mehr! Und ein konkretes Ziel habe ich da auch schon vor Augen. Ab nächster Woche beginnt das Training für den Münster Marathon am 12.9.. Und dieses Mal hoffentlich ohne Zwischenfälle oder Sonstigem. Was ich mir da so genau vorstelle, verrate ich euch ein anderes Mal. Für heute habt ihr genug gelesen.

Und jetzt heißt es für euch runter vom Sofa und raus in die Natur. Setzt euch Ziele und arbeitet an diesen, es lohnt sich wirklich wahnsinnig!

Also habt ein noch tolles Wochenende 😉

Bis zum nächsten Mal

Eure Nisi Blume

Meine erste Laufanalyse

Meine erste Laufanalyse

Hallo ihr Lieben,

So wie bereits versprochen, schreibe ich euch diese Woche etwas über meine erste Laufanalyse. Da meine Woche dieses Mal auch wirklich überhaupt nicht spannend war, eine gemeine Erkältung hielt mich fest im Griff. 😦 Ist es mir ganz recht, dass ich mit euch über die schönen Dinge des Lebens reden kann.

Soweit so gut, also am Samstag vorige Woche war ich im Laufladen in Erfurt bei Christian Goldhorn zur Analyse meines Laufstils.

Der erste Test, wie oft schafft ihr es auf die Zehenspitzen?

Warum habe ich das gemacht und was erhoffe ich mir davon? – Ja, diese Frage wird sich jetzt bestimmt jeder stellen. Zur Beantwortung möchte ich zunächst darauf eingehen, warum eine Laufanalyse im allgemeinen sinnvoll ist. Eine Analyse des Laufstils, wird durchgeführt um im Allgemeinen Probleme im Bewegungsablauf zu erkennen und diese aktiv zu bekämpfen, ein daraus resultierender Effekt ist vielleicht auch, dass man so den perfekten Laufschuh finden kann. Aber in meinem Fall stellte sich heraus, dass meine Schuhe schon ziemlich gut zu mir passen (steht ja schließlich auch mein Name darauf ;-)). Ok zurück zum Thema, Probleme im Bewegungsablauf zu erkennen, dies ist besonders wichtig, da durch das Laufen bei falscher Körperhaltung die Gelenke extrem stark belastet werden und auf Dauer so auch beschädigt werden können. Daher war es mir wichtig gleich zu Beginn eine Analyse meines Laufstils von einem erfahrenen Physiotherapeuten durchführen zu lassen, um mögliche Fehlhaltungen von Anfang an korrigieren zu können und natürlich, um meine sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Allerdings muss ich auch zugeben, auch wenn ihr das alle schon wisst, dass sich bei mir bereits Beschwerden in der Hüfte und im Knie bernerkbar gemacht haben. Daher war es „höchste Eisenbahn“, dass sich an meinem Laufstil etwas ändert. 

Am Samstag war es dann soweit, um 10 Uhr hatte ich einen Termin. Begonnen hat das Ganze damit, dass ich feststellen musste, dass ich leider die falsche Kleiderwahl getroffen hatte. So als kleinen Tipp für euch: Zieht zu einer Laufanalyse ein Top und kurze Hosen an, nicht lange Hosen und ein T-Shirt. Aber Dank Christian war das Problem auch schnell gelöst und wir konnten starten. Zu Beginn stand ein Gespräch an, um meinen Gegenüber über meine Schwächen und Probleme während und nach dem Laufen zu informieren. Nach dem Gespräch konnte es dann los gehen. So begutachtete Christian meine Beine, von meinen Füßen angefangen, bis zu den Oberschenkeln und dem Bereich des Unteren Rückens ganz genau, um eventuelle Skelettfehlstellungen sofort erkennen zu können. In diesem Fall habe ich aber Glück gehabt: Nichts schlimmes gefunden.

Aber der Mensch besteht nun einmal nicht nur aus Knochen, daher  stellte Christian schnell durch kleine geeignete Vortests fest, dass meine muskuläre Verfassung nicht ganz dem Optimum entsprach, sprich, ziemlich schlecht für mein geplantes Trainingspensum war. Und dann ging es endlich auf das Laufband. Um meinen Bewegungsablauf genau erkennen zu können, wurde ich zum Allien. Da der Computer meine Bewegung auch erkennen muss, würde ich an den Füßen, den Knien, den Hüften und den Armen mit Leuchtdioden ausgestattet. Darauf hin durfte ich loslaufen. 

Nach einigen Wechseln der Lämpchen und der Richtung war es dann auch geschafft. Jetzt stand eine Auswertung an. Und da sich ein guter Physiotherapeut durch ein gutes Gespür für muskuläre Schwachstellen auszeichnet, hatte Christian auch mit seiner Vermutung komplett recht. So knickt mein linkes Knie beim Laufen nach Innen und da das natürlich an Belastung noch nicht ausreicht, beuge ich meinen Oberkörper noch dazu, dass die Belastung noch stärker wird. So eine Diagnose möchte erst einmal verdaut werden. Aber dank kompetenter Beratung und Auswertung wusste ich auch recht schnell, welche Muskeln gestärkt  werden müssen. So Bedarf es für meine komplette Oberschenkel und Unterschenkelmuskukatur noch einer Menge an Training. Aber auch hier wurde ich nicht alleine gelassen, sondern sehr kompetent beraten und mit Trainingsempfehlungen und Übungen bestens versorgt.  

So sieht dann ein Teil der Auswertung aus.
 
Alles in Allem bin ich mit der Analyse Mega zufrieden! Und würde es echt jedem Läufer empfehlen, allerdings ist es meiner Meinung nach auch sehr wichtig, dass man nicht mit dem Ergebnis alleine gelassen wird. Eine kompetente Beratung sollte auf jeden Fall dazu gehören, um das Ergebnis auch in Form eines geeigneten Trainings einbauen zu können.

Zum Schluss möchte ich mich bei Christian noch einmal für das tolle Erlebnis und die tolle Betreuung bedanken! Ein ganz großes Dankeschön geht auch an meinen Liebling für die Fotos! Natürlich halte ich euch weiter auf dem Laufenden, wie die Kräftigungsübungen anschlagen. Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen von euch inspirieren, an seinem Laufstil zu arbeiten. Aber vergesst nie: Das Wichtigste am Laufen ist immer noch der Spaß daran.

Also habt Spaß und wir hören uns nächste Woche wieder.

Ganz liebe Grüße

Eure Nisi Blume

Woche 3 – von großen Strecken und alternativem Training

Woche 3 – von großen Strecken und alternativem Training

Na ihr Guten, 

bei euch alles ok? Wie war eure Woche? Ich hoffe, egal wie eure Woche war, ihr habt immer das Beste aus allem gemacht und könnt mit einem ruhigen Gewissen auf die Woche zurück blicken. So ähnlich sieht es bei mir auch aus. Diese Woche ist nicht alles so gekommen, wie ich dachte, aber dennoch bin ich mit den Ergebnissen zufrieden.

Wie ich euch bereits vorige Woche erzählte, verkürzte  ich meinen Trainingsplan ein wenig und habe mich auch nicht 1:1 an den Plan von Nike gehalten. Aber dennoch, ist die Bewegung diese Woche nicht zu kurz gekommen.

So habe ich am Sonnatg meinen Testlauf durchgeführt, wie im vorigen Blogpost bereits angekündigt. Dieser Lauf dann war auch gleich mein bis jetzt längster Lauf über die bis jetzt weiteste Strecke. Da man sich beim Laufen immer so kleine Ziele steckt, die man erreichen möchte,musste  ich einfach diesen Lauf dafür nutzen um eine kleine Runde um den Aasee in Münster zu laufen. Jeder der Münster schon einmal besucht hat, weiß wie wahnsinnig schön es dort ist, egal bei welchem Wetter. Gesagt, getan, da bin ich dann einfach mal 13km gelaufen, zum Aasee, eine kleine Runde um den Aasee und wieder zurück. Bis auf den Rückweg, der mir dann wirklich alles abverlangt hat, war es auch einfach nur wahnsinnig schön. Und das allerbeste: Mein Knie hat auch absolut durchgehalten und nicht geschmerzt. Aber dann kam der Tag danach… Meine Muskeln fanden die Belastung auf einmal nicht mehr ganz so schön und teilten mir das montags auch sofort mit. Also Montag war auf einmal der Tag zum Muskelkater auskurieren.  

Der Aasee in Münster

 Am Dienstag spürte ich aber schon fast nichts mehr und ich konnte einen lockeren 8km-Lauf durchführen. Mittwochs stand wie immer ein Crosstraining auf dem Plan. Dieses absolviere ich zwar sehr gerne, habe dem Training aber keine weitere Bedeutung zu kommen lassen. Zu Unrecht! Ihr glaubt gar nicht, wie wichtig es für einen Läufer ist, dass alle Muskeln gleichmäßig gut trainiert und stabil sind. So war ich am Samstag zur Laufanalyse im Laufladen Erfurt , hierzu werde ich euch noch genaueres in einem eigenem Blogpost erzählen. Ich nehme nur so viel vorneweg, dass alle meine Probleme, die ich auf falsches Schuhwerk geschoben habe, gar nicht von diesem stammen, sondern ich einfach nur das Problem bin und mit geeigneten Training gezielt dagegen wirken kann. Eine Anleitung, wie genau ich die betreffenden Muskelgruppen trainieren kann, gab es gleich mit dazu. Ich war allem in allem mit der Analyse super zufrieden und bin froh sie gemacht zu haben.

Die restliche Woche war ich dann noch damit beschäftigt Möbel in meine neue Wohnung zu räumen, dass diese am 20.02. so einigermaßen bezugsfertig ist. Das war dann mein Sport für dieses Wochenende, man glaubt gar nicht, wie schwer so ein wunderschönes Ikea-Regal sein kann, wenn man es in den 4. Stock tragen muss. Und das Phänomen, dass dieses Regal von Etage zu Etage an Gewicht zunimmt, kann einem auch keiner erklären 😉 Aber nur die Harten kommen in den Garten. Daher haben wir geschleppt und gebaut und sind immer noch nicht ganz fertig 😀 Aber das macht ja auch gar nichts, da wir ja noch ein wenig Zeit haben und wir alle unser Möglichstes gegeben haben. Hier an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz sehr bei meinem Freund für die tatkräftige Unterstützung und bei meinen Eltern einfach für alles bedanken. Es sind eben doch einfach die besten Eltern, die man haben kann! Selbstverständlich ist mein Freund auch der Beste, den man haben kann, aber ich möchte ja nicht, dass ihr neidisch werdet. 😉

  Jetzt sitze ich hier auf dem Bett mit einem Mega Muskelkater, habe im Kopf noch die Dinge, die zu erledigen sind, aber wie bereits am Anfang gesagt, die Woche ist nicht alles so gelaufen, wie ich dachte. Dennoch bin ich zufrieden und werde mich jetzt noch wohlverdient ein Stündchen auf das Sofa legen und einen Kaffee schlürfen. Alles andere kann jetzt warten. 

Lasst euch euer Wochenende noch gefallen und nehmt viel positive Energie mit in die nächste Woche. Wir schaffen schließlich alles, was wir wollen!

Ganz liebe Grüße 

Eure Nisi Blume