Hallo meine Lieben,

am Sonntag, den 23.4.2017 war es endlich soweit, nach wochenlanger Vorbereitung durfte ich in Enschede zum „In het Veld Schoonmaak Halve Marathon“ antreten.

8:00 Uhr

Mr. Blume und ich ließen unseren Sonntag gemütlich angehen. Da der Lauf erst um 12:45 Uhr starten sollte, blieb noch genug Zeit für ein leckeres gemeinsames Frühstück und eine ausgedehnte Yogaeinheit für mich. Allerdings war schon während des Frühstücks eine enorme Anspannung meinerseits bemerkbar

IMG_20170423_082324_418
Wenn dir alles zu viel wird, dann stell doch die Welt einfach einmal auf den Kopf! – Zack! – Schon ist alles wieder gut.
10:30 Uhr

Jetzt ging es los, noch kurz alles zusammen gepackt, in die Laufklamotten geschlüpft und dann ab ins Auto, denn Enschede ist doch eine Stunde Fahrt von Münster entfernt und man möchte ja auch pünktlich starten können. Und gerade das Parklplatzproblem kann einem immer mal einen Strich durch die Rechnung machen.

11:30 Uhr

Mr. Blume und ich erreichten Enschede und waren einfach einmal ziemlich überrascht. Während am Tag vorher zum Abholen der Startunterlagen, mörderisch viel los war, kamen wir nun perfekt durch und konnten uns mitten in der Stadt ganz bequem einen Parkplatz aussuchen. Von unserem Parkhaus kamen wir nach fünf Minuten Fußmarsch direkt zum Start/Ziel Bereich und konnten die Marathonis auf ihrer ersten Runde anfeuern. Jetzt noch einmal fix aufs Klo und dann fing ich bereits an mich einzulaufen.

12:30

15 Minuten vor dem Start versuchte ich eine gute Position innerhalb der Startboxen zu finden. Leider waren diese zwar unterteilt aber nicht beschriftet, so bin ich einfach nach Gefühl in einer Startbox stehen geblieben und ca. fünf Minuten später standen die Pacer für eine Halbmarathonzeit von 2:10:00h vor mir. Ich überlegte kurz, das gesteckte Ziel lag bei unter 2:20:00h, also warum nicht einfach probieren mit den Pacern Schritt zu halten?

12:45

Der Startschuss fiel und das Läuferfeld setzte sich in Bewegung. Ich blieb einfach hinter meinen Pacern. Leider hatte nicht nur ich die Idee, sondern gefühlte 100 andere auch. Aber egal wir starteten mit einer für mich schon zügigen Pace von 5:30 min/km bis 5:55 min/km, aber ich hörte auf meinen Körper und dieser sagte: „Lauf einfach, Lauf!“. Also gesagt getan, solange ich konnte wollte ich das Tempo mithalten.

Die ersten 10 km hatte ich damit überhaupt kein Problem, die Strecke führte quer durch Enschede und überall standen Menschen und jubelten uns zu. Auch nach weiteren 5 km gelang es mir ohne Probleme den Anschluss an „meine“ Pacer zu halten.

20170423_123546
Da waren schon eine ganze Menge Menschen unterwegs.

Allerdings verlief die Strecke auf den letzten 6 km entlang der Gronausestraat und zwar 3 km in die dem Ziel entgegengesetzte Richtung und dann 3 km auf der anderen Straßenseite wieder in Richtung Ziel. Diese Strecke war leider für meinen Kopf zu viel und ich bemerkte mit einem Mal schlagartig alles was mir weh tat. So dachte sich mein linker Hüftbeuger: „Hey, Verspannungen sind cool!“ , und machte halb dicht. Und weil diese im Intervall auftretenden Schmerzen nicht reichten, meldete mein linker Fuß auch noch ein riesen Blase. Somit verlor ich immer mehr an Geschwindigkeit und konnte das Tempo der Pacer nicht mehr halten.

Knappe 3 km vor dem Ziel setzte dann noch ein Regen-Hagel-Schauer ein. Natürlich verlief die Strecke entgegen der Windrichtung. In diesem Moment hätte ich am liebsten laut losgeheult, aber mein Kopf gab mir gleich die passende Antwort: „Du darfst heulen, mach nur! Aber renn dabei, VERDAMMT RENN!“ Dieser Spruch blieb irgendwie hängen und auch der wieder einsetzende Sonnenschein motivierte mich erneut wieder 120% zu geben. So steigerte ich allmählich wieder meine Pace und versuchte einem nach den anderen auf den letzten Kilometern noch zu überholen.

Fast völlig entkräftet kam ich in den Zieleinlauf und sah, dass ich bis jetzt 2:12:38h gebraucht hatte. Ich überlegte kurz ob ich die 200m noch in 20sec schaffen könnte und rannte einfach los, so schnell meine Beine mich nur tragen konnten. Schließlich erreichte ich das Ziel bei 2:13:18h. Das dies die Bruttozeit war, wusste ich in diesem Moment noch nicht, ich war einfach nur happy es unter 2:20:00h geschaffft zu haben.

Direkt am Ziel fing mich auch Mr. Blume ab und freute sich mit mir. Er überredete mich schließlich auch meine Medaille doch gravieren zu lassen und als dann auf der Medaille eine Zeit von 2:08:48h graviert war, konnte ich es wirklich kaum glauben. Das war schneller als ich mir irgendwie erhofft hatte.

20170423_151453
Die Freude über diese mega Zeit – einfach RIESIG!

Somit habe ich an diesem Tag eine neue persönliche Bestzeit für den Halbmarathon von 2:08:48h und ganz nebenbei auch noch eine neue persönliche Bestzeit über 200m von 40sec und über 15 km von 01:29:22h aufgestellt.

Also alles in allem war es wirklich ein mega erfolgreiches Wochenende! Welches ich so ohne die Unterstützung von meiner Trainingsgruppe der LSF Münster, meinen Eltern,  meiner allerbesten Physiotherapeutin Antonia und ganz besonders ohne Mr. Blume nie geschafft hätte. Ich danke euch allen von ganzem Herzen!

20170423_150043
Zur Medaillenübergabe auch gleich noch einen Drücker und 3 fette Schmatzer bekommen.

Und selbstverständlich danke ich auch euch, dass ihr stets so fleißig meine Blogposts lest und mich dadurch immer weiter motiviert.

Ich freue mich auf die weitere schöne Zeit mit euch.

Danke für alles!

Bis bald

Eure Nisi Blume

Werbeanzeigen

2 Gedanken zu “Der Tag der persönlichen Rekorde

Schreibe eine Antwort zu nisiblume Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s