Der Sportscheck Stadtlauf in Köln

Der Sportscheck Stadtlauf in Köln

Hallo meine Lieben,

wie ihr bereits wisst, stand am Sonntag wieder einmal ein Wettkampf auf dem Programm. Dieses Mal sollten es 10km beim Sportscheck Stadtlauf in Köln werden. Und was es für 10km wurden…

Die Anreise
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Reisen mit der Deutschen Bahn.

Gestartet sind wir um halb 9 am Bahnhof in Münster. Dieses Mal aber nicht das „Wir“ in Form von Mr. & Mrs. Blume, sondern das „Wir“ in Form von der liebsten Physiotherapeutin, Psychotherapeutin, Trainerin und Freundin und mir. Nach einer zweistündigen Fahrt mit einer wundervoll nervigen Schulklasse (ich weiß warum so viele Menschen gerne einmal auf Bahn fahren verzichten) kamen wir endlich in Köln an und begaben uns auf die Suche nach dem Startbereich.

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Das Bild mit dem Kölner Dom darf selbstverständlich nicht fehlen

Nach einem 10min Fußmarsch war dieser auch ausfindig gemacht und sofort holte ich meine Startunterlagen.

Ab jetzt hatten wir noch eine Stunde Zeit, nach dem obligatorischen Klogang, wechselte ich noch schnell in meine Laufklamotten und dann begaben wir uns in den Start-/Zielbereich, um schon einmal die Stimmung zu testen. Und irgendwie war es etwas enttäuschend. So waren kaum Läufer da und ein richtiges Feeling wollte auch nicht aufkommen. Aber egal, da ich auf Grund meiner ISG-Beschwerden eh ruhiger machen wollte, war die Stimmung nun ja nicht kriegsentscheidend. Also lief ich mich ein und begab mich dann um 12:15 Uhr in den Startbereich.

Der Lauf

Um 12:30 Uhr fiel der Startschuss und das Rennen begann. Bereits auf den ersten Metern machte mir mein Körper schon sehr deutlich, dass er so gar keine Lust auf einen langsameren und gemütlichen „10er“ hatte. Bereits die erste der drei Runden absolvierte ich mit einer durchschnittlichen Pace von 5:30 min/km und konnte diese auch in etwa auf den restlichen zwei Runden halten. Trotz einiger widriger Bedingungen, so verlief der Lauf direkt durch eine der Kölner Fußgängermeilen und war meiner Meinung nach, nicht genug abgesperrt, so liefen einem teilweise Passanten in die Strecke oder man konnte sie direkt maulen hören, was das schon wieder sollte und warum das denn so viele wären. Auch die 2 live Acts entlang der Strecke konnten die Stimmung nicht heben, lediglich die Streckenposten machten ordentlich Stimmung. Aber ich ließ mich davon nicht ausbremsen, konzentrierte mich eben lieber auf mich selbst und meine Zeit.

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Laufmodus an – Kopf aus!
Das Top-Ergebnis :-)

Und so gelang es mir nach 55:12min das Ziel wieder zu erreichen. Das ist absolut super! Meine alte Bestzeit lag bei 58:48min, aufgestellt beim letzten Sportscheck Stadtlauf im Juni 2016 in Dresden somit habe ich mich einfach um über 3min verbessert. 🙂

Nachdem ich auch das Gedrängel und Gequetsche im Zielbereich überlebt hatte, wurde ich sofort gecheckt, ob alles gut ist und mit einem Plakat und mega lieben Glückwünschen von meiner Freundin empfangen. Auch wenn ich es noch nicht begreifen konnte, was gerade so wirklich passiert war, freute sie sich dafür umso mehr  mit mir.

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Neue Bestzeit im Kasten 🙂

Selbstverständlich gab es dann als Post-Lauf-Mahlzeit noch einen leckeren Eisbecher, bevor es wieder mit dem Zug nach Hause ging.

Das Fazit

Als Fazit zu diesem Lauf muss ich feststellen, dass es dafür, dass ich den Startplatz gewonnen hatte, absolut super gelaufen ist, aber hätte ich den Lauf bezahlen müssen, wäre ich schon ein wenig enttäuscht gewesen.

Was im Leben wirklich zählt!

Aber was viel wichtiger ist, ist dass ich über die 10km mit neuer Bestzeit und ohne größere Probleme geschafft habe, woran besagte Physiotherapeutin, Psychotherapeutin, Trainerin und Freundin einen nicht ganz unerheblichen Anteil hat. So möchte ich ihr auf diesem Weg noch einmal für alles danken. Vor allem aber für ihr ständige Bereitschaft meine Problemstellen zu bearbeiten, dafür dass sie mir ständig mit Rat und Tat zur Seite steht, ohne ihre Hilfe wäre mein Laufjahr wahrscheinlich schon im Januar gelaufen… Und besonders möchte ich ihr aber für ihre Freundschaft danken, denn solche Menschen zu finden, die einem wirklich immer helfen, wenn man Hilfe braucht, ist wahnsinnig selten!

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Danke für alles! ❤

Liebe Antonia ich hoffe du liest auch dieses Mal meinen Blog und ich kann dir so eine Freude bereiten, denn leider kann ich dir nicht auf so vielen Wegen helfen, wie du mir, aber du sollst wissen, dass ich dir wirklich für alles was bis jetzt war sehr dankbar bin und auch weiterhin sehr dankbar sein werde. Du bist nun einfach einmal nicht nur meine Physiotherapeutin sondern so viel mehr!

So genug der Schleimerei 😉 Ich wünsche euch allen ein tolles verlängertes Wochenende, übertreibt es nicht 😉

Bis zum nächsten Mal.

Ganz Liebe Grüße

Eure Nisi Blume

Die Ausrüstung „to-go“

Die Ausrüstung „to-go“

Hallo meine Lieben,

wie bereits im letzten Blogpost versprochen, möchte ich mich ein wenig dem Thema „selbstgemachtes Essen to go“ widmen. Aber bevor wir mit ein paar Rezepten starten, finde ich es besonders wichtig, dass die richtige Ausrüstung im Schrank parat steht. Daher habe ich euch einmal meine absolute Must-have-Ausrüstung zusammengestellt.

Die Frischhaltedosen

Ohne diese Dosen wäre ich komplett verloren! So sind in ihnen schnell und transportfertig die Reste vom Abendessen verstaut und das Mittagessen für die Arbeit somit gesichert. Aber nicht nur dafür machen sie eine gute Figur, wenn man am nächsten Tag noch keine Lust auf das Essen hat, hält es sich auch locker 3 Tage im Kühlschrank frisch und mit der passenden Dose ist auch einfrieren und dann in der Mikrowelle wieder erhitzen möglich.

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Ein Blick in meinen Schrank.

Meine absolute Empfehlung für solche Dosen sind die Frischhaltedosen von Emsa. Ich besitze sie in 4 verschiedenen Größen und sie halten wirklich absolut dicht und sind mega praktisch! Zu erweben gibt es sie eigentlich überall, haltet einfach die Augen offen. 😉

Die Gläser

Leider wäre es ziemlich teuer, wenn ich für alles was ich vorkoche mir Dosen kaufen würde. Somit habe ich besonders für Suppen und mein Frühstück eine andere Alternative gesucht: Gurken- und Champignonsgläser.

Richtig gelesen, meine Suppen werden, solange sie noch heiß sind, in die Gläser abgefüllt und dann schnell zugeschraubt. Während die Suppe abgekühlt ist, entsteht in der Regel ein Vakuum im Glas und der Deckel schließt fest. Die erfahrenen Marmeladenkocher unter euch wissen, wie das Prinzip des Einweckens funktioniert und genau dieses mache ich mir zu nutze. Eine Suppe hält in einem fest verschlossenen Glas auf jeden Fall um die zwei Wochen im Kühlschrank. Leider habe ich alle Suppen innerhalb von zwei Wochen gegessen und kann euch nicht sagen, ob sie auch länger halten würden 😉

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Aber auch mein Joghurt mit Müsli zum Frühstück wird perfekt transportfähig in einem Glas. Bis jetzt hatte ich auch noch nie einen Tropfen Joghurt im Rucksack.

Der größte Vorteil der Gläser ist aber definitiv ihr Preis. So bekommt ihr sie quasi „gratis“ zu Gewürzgurken, Apfelmus, etc. dazu. Extra Geld ausgeben braucht ihr somit nicht.

Jetzt könnt ihr eure Schränke überprüfen und vielleicht noch die eine oder andere Anschaffung tätigen, bevor es dann im nächsten Blogpost mit Rezepten los geht 🙂

Habt noch eine schöne Zeit

Liebe Grüße

Eure Nisi Blume

 

Halbmarathon geschafft – und nun?

Halbmarathon geschafft – und nun?

Hallo meine Lieben,

nachdem jetzt schon über eine Woche kein Lebenszeichen von mir gab, wollte ich mich wieder bei euch melden. Im Moment ist es mit dem bloggen nämlich so eine Sache. Denn so ganz allmählich werfen die Klausuren und die bald anstehende Diplomarbeit ihre Schatten vorraus. Und da ich mein Training nicht vernachlässigen möchte, habe ich leider oft nicht mehr genügend Zeit und Motivation epische Texte für euch zu verfassen. Schande über mein Haupt! Aber für ein kleines Update, wie es nach meinem erfolgreichen Halbmarathon weitergeht, passt schon noch in meine Zeitplanung.

Wie geht es denn nun weiter?

Der Enschedehalbmarathon ist jetzt schon wieder fast zwei Wochen her und neue Ziele wurden bereits gesteckt.

Die Studie
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Auch wenn die Uhr 2.93km anzeigt, waren es trotzdem 3km 😉

So nehme ich an einer Studie zur Evaluation eines Lauftrainings teil, mit dem Ziel nach dem vierwöchigen Training eine neue Bestzeit über 3000m aufzustellen. Meine jetzige Bestzeit wurde zum Start der Studie mit 00:15:26h aufgestellt. Jetzt absolviere ich nach dem Plan der Trainerin drei Lauftrainings in der Woche. Allerdings sind diese eher kurz und knackig, nicht wie im Halbmarathontraining ruhig und gemütlich. Aber ich empfinde es als gute Abwechslung und ein bisschen Schnellkraft schadet mir wohl auch nicht.

Der Marathon

Der Plan für nächstes Jahr steht auch bereits. Ich möchte es endlich wagen und die 42,2km über den Kamm des Thüringer Waldes im Rahmen des Guths-Muths-Rennsteiglaufes zurücklegen.

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Die halbe Strecke habe ich schon 2016 gepackt, jetzt ist da der Hunger auf mehr!

Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg! So sind auf dem Weg auch noch kleinere Wettkämpfe, wie ein 10km-Lauf Ende Mai in Köln und definitiv noch ein Halbmarathon im Herbst geplant. Falls ihr einen guten Halbmarathon im Herbst kennt, der vielleicht auch noch ein paar Höhenmeter enthält, dann sagt doch gerne Bescheid. Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Das Alternativtraining
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Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.

Bereits beim Halbmarathon bemerkte ich, dass meine muskuläre Grundverfassung nicht ganz dem entspricht, was ich mir wünsche. So habe ich noch deutlich Defizite in der Core-Stabilität und daher gehend Probleme über 21.1km aufrecht zu laufen, bzw. die Spannung in den Bauchmuskeln zu halten. Hinzu kommen starke muskuläre Disbalancen. Am Wochenende wurde beim Krafttraining mit Mr. Blume festgestellt, dass der linke Arm, bzw. die linke Seite erheblich schwächer als die rechte Seite ist. Das sollte so natürlich nicht sein und muss vor dem Marathon auch noch behoben werden. Also heißt es jetzt, drei Mal die Woche Krafttraining und viel Yoga.

Das "Schnecken"-Rad
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Mein Baby ❤

Selbstverständlich fahre ich auch noch mit meinem Baby durch die Gegend. Nachdem ich mir ordentliche Radhosen zu gelegt habe (die mit der Windel), geht das Fahren auch einfach noch besser. Allerdings bleibt im Moment nicht all zuviel Zeit um meine Fertigkeiten auszubauen. Gerade nutze ich das Rad fahren eher als Ausgleich zum Lernen und zum viel zu geringen Lauftraining. 😉

Die Ernährung

Meine Essen gibt es im Moment hauptsächlich aus Einmachgläsern, also von mir vorgekocht und dann später aufgewärmt. Falls ich darauf keine Lust habe oder eben nichts vorgekocht ist, gibt es Salat.

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Immer wieder lecker so ein Salat 🙂

Da ich von euch die Rückmeldung bekommen habe, dass ihr euch ein paar Rezepte „to go“ wünscht und es zu meiner momentanen Situation auch ziemlich gut passt, wird es in den nächsten Posts etwas mehr um dieses Thema gehen.

Das war es auch schon wieder von mir.

Wenn ihr noch Wünsche habt über welche Themen ich berichten soll, euch etwas besonders am Herzen liegt, ihr auch gerne einmal einen Gastbeitrag schreiben möchtet, oder euch einfach so Fragen auf der Seele brennen. Dann meldet euch einfach bei mir, ich bin für alles offen! 😉

Ich wünsche euch schon einmal ein schönes Wochenende!

Bis bald!

Eure Nisi Blume

 

 

Der Tag der persönlichen Rekorde

Der Tag der persönlichen Rekorde

Hallo meine Lieben,

am Sonntag, den 23.4.2017 war es endlich soweit, nach wochenlanger Vorbereitung durfte ich in Enschede zum „In het Veld Schoonmaak Halve Marathon“ antreten.

8:00 Uhr

Mr. Blume und ich ließen unseren Sonntag gemütlich angehen. Da der Lauf erst um 12:45 Uhr starten sollte, blieb noch genug Zeit für ein leckeres gemeinsames Frühstück und eine ausgedehnte Yogaeinheit für mich. Allerdings war schon während des Frühstücks eine enorme Anspannung meinerseits bemerkbar

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Wenn dir alles zu viel wird, dann stell doch die Welt einfach einmal auf den Kopf! – Zack! – Schon ist alles wieder gut.
10:30 Uhr

Jetzt ging es los, noch kurz alles zusammen gepackt, in die Laufklamotten geschlüpft und dann ab ins Auto, denn Enschede ist doch eine Stunde Fahrt von Münster entfernt und man möchte ja auch pünktlich starten können. Und gerade das Parklplatzproblem kann einem immer mal einen Strich durch die Rechnung machen.

11:30 Uhr

Mr. Blume und ich erreichten Enschede und waren einfach einmal ziemlich überrascht. Während am Tag vorher zum Abholen der Startunterlagen, mörderisch viel los war, kamen wir nun perfekt durch und konnten uns mitten in der Stadt ganz bequem einen Parkplatz aussuchen. Von unserem Parkhaus kamen wir nach fünf Minuten Fußmarsch direkt zum Start/Ziel Bereich und konnten die Marathonis auf ihrer ersten Runde anfeuern. Jetzt noch einmal fix aufs Klo und dann fing ich bereits an mich einzulaufen.

12:30

15 Minuten vor dem Start versuchte ich eine gute Position innerhalb der Startboxen zu finden. Leider waren diese zwar unterteilt aber nicht beschriftet, so bin ich einfach nach Gefühl in einer Startbox stehen geblieben und ca. fünf Minuten später standen die Pacer für eine Halbmarathonzeit von 2:10:00h vor mir. Ich überlegte kurz, das gesteckte Ziel lag bei unter 2:20:00h, also warum nicht einfach probieren mit den Pacern Schritt zu halten?

12:45

Der Startschuss fiel und das Läuferfeld setzte sich in Bewegung. Ich blieb einfach hinter meinen Pacern. Leider hatte nicht nur ich die Idee, sondern gefühlte 100 andere auch. Aber egal wir starteten mit einer für mich schon zügigen Pace von 5:30 min/km bis 5:55 min/km, aber ich hörte auf meinen Körper und dieser sagte: „Lauf einfach, Lauf!“. Also gesagt getan, solange ich konnte wollte ich das Tempo mithalten.

Die ersten 10 km hatte ich damit überhaupt kein Problem, die Strecke führte quer durch Enschede und überall standen Menschen und jubelten uns zu. Auch nach weiteren 5 km gelang es mir ohne Probleme den Anschluss an „meine“ Pacer zu halten.

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Da waren schon eine ganze Menge Menschen unterwegs.

Allerdings verlief die Strecke auf den letzten 6 km entlang der Gronausestraat und zwar 3 km in die dem Ziel entgegengesetzte Richtung und dann 3 km auf der anderen Straßenseite wieder in Richtung Ziel. Diese Strecke war leider für meinen Kopf zu viel und ich bemerkte mit einem Mal schlagartig alles was mir weh tat. So dachte sich mein linker Hüftbeuger: „Hey, Verspannungen sind cool!“ , und machte halb dicht. Und weil diese im Intervall auftretenden Schmerzen nicht reichten, meldete mein linker Fuß auch noch ein riesen Blase. Somit verlor ich immer mehr an Geschwindigkeit und konnte das Tempo der Pacer nicht mehr halten.

Knappe 3 km vor dem Ziel setzte dann noch ein Regen-Hagel-Schauer ein. Natürlich verlief die Strecke entgegen der Windrichtung. In diesem Moment hätte ich am liebsten laut losgeheult, aber mein Kopf gab mir gleich die passende Antwort: „Du darfst heulen, mach nur! Aber renn dabei, VERDAMMT RENN!“ Dieser Spruch blieb irgendwie hängen und auch der wieder einsetzende Sonnenschein motivierte mich erneut wieder 120% zu geben. So steigerte ich allmählich wieder meine Pace und versuchte einem nach den anderen auf den letzten Kilometern noch zu überholen.

Fast völlig entkräftet kam ich in den Zieleinlauf und sah, dass ich bis jetzt 2:12:38h gebraucht hatte. Ich überlegte kurz ob ich die 200m noch in 20sec schaffen könnte und rannte einfach los, so schnell meine Beine mich nur tragen konnten. Schließlich erreichte ich das Ziel bei 2:13:18h. Das dies die Bruttozeit war, wusste ich in diesem Moment noch nicht, ich war einfach nur happy es unter 2:20:00h geschaffft zu haben.

Direkt am Ziel fing mich auch Mr. Blume ab und freute sich mit mir. Er überredete mich schließlich auch meine Medaille doch gravieren zu lassen und als dann auf der Medaille eine Zeit von 2:08:48h graviert war, konnte ich es wirklich kaum glauben. Das war schneller als ich mir irgendwie erhofft hatte.

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Die Freude über diese mega Zeit – einfach RIESIG!

Somit habe ich an diesem Tag eine neue persönliche Bestzeit für den Halbmarathon von 2:08:48h und ganz nebenbei auch noch eine neue persönliche Bestzeit über 200m von 40sec und über 15 km von 01:29:22h aufgestellt.

Also alles in allem war es wirklich ein mega erfolgreiches Wochenende! Welches ich so ohne die Unterstützung von meiner Trainingsgruppe der LSF Münster, meinen Eltern,  meiner allerbesten Physiotherapeutin Antonia und ganz besonders ohne Mr. Blume nie geschafft hätte. Ich danke euch allen von ganzem Herzen!

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Zur Medaillenübergabe auch gleich noch einen Drücker und 3 fette Schmatzer bekommen.

Und selbstverständlich danke ich auch euch, dass ihr stets so fleißig meine Blogposts lest und mich dadurch immer weiter motiviert.

Ich freue mich auf die weitere schöne Zeit mit euch.

Danke für alles!

Bis bald

Eure Nisi Blume

Warum auf Zucker verzichten?

Warum auf Zucker verzichten?

Hallo ihr Lieben,

jetzt haben wir es tatsächlich geschafft und 40 Tage auf Zucker verzichtet. Uns ging es dabei einmal gut und ein anderes mal ziemlich schlecht, dann hatten wir Heißhunger oder gar keinen Appetit mehr. Alles in allem finde ich sind wir aber leistungsfähiger und ein Stück zäher geworden.

Was ist eigentlich in unserem Körper passiert? Warum sind all die Dinge mit uns geschehen?

Ich habe während des „Projekt: Zuckerfrei“ sehr oft den Satz gehört: „Aber du musst doch Zucker essen!“. Wenn diese These stimmen würde, wären bereits die Urmenschen gestorben und uns gäbe es gar nicht. Auch einige Naturvölker wären komplett ausgerottet. Und wie es zu erwarten war, bemerke ich keinerlei Mangelerscheinungen und tot bin ich auch nicht.

Doch wofür benötigt der Körper den Zucker?

Zunächst müssen wir dafür klären, um welchen „Zucker“ es sich handelt. So besteht Zucker (Saccharose) zur Hälfte aus Glucose und zur anderen Hälfte aus Fruktose.

Glucose
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Getreide besteht zu einem großen Teil aus Glucose.

Glucose in ihrer Reinform wird auch als Stärke bezeichnet. Sie liefert „leere Kalorien“, entweder werden diese in unseren Fettzellen eingelagert, oder eben in den Muskeln verbrannt. Dies geschieht, da der Verzehr von Glucose den Glucosespiegel im Blut ansteigen lässt und somit die Insulinausschüttung angeregt wird. Durch diesen Fakt wird die Energieeinlagerung in den Fettzellen gefördert. Weitere Anteile an Glucose werden entweder durch die Leber in Glykogen umgewandelt (dies schadet der Leber nicht, hält sie sogar davon ab Glykogen in den Blutkreislauf abzugeben –> so kann Diabetes vorgebeugt werden) . Die geringste Menge wird von den Lebermitochondrien in Energie umgewandelt. Sollte noch überschüssige Glucose im Blutkreislauf vorhanden sein, wird diese zu Triglyzeriden umgebaut, allerdings kann ein hoher Triglyzerinspiegel im Blut die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterstützen. Außerdem ist es möglich, dass sich die Glucose an Proteine überall im Körper bindet, der Alterungsprozess wird somit beschleunigt und freie Radikale freigesetzt (dies kann zu weiteren Gewebeschäden führen).

Der Körper benötigt die Glucose somit lediglich zu einem ganz geringen Teil zur Energiegewinnung, der Rest wird als „Polster für schlechte Zeiten“ eingelagert. Ein Glucoseverzicht ist somit nicht tödlich, aber was ist mit dem anderen Bestandteil des Zuckers?

Fructose
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Die wohl bekanntesten Fructoselieferanten.

Das Fructosemolekül ist dafür verantwortlich, dass unser Zucker süß schmeckt. Allerdings wird diese nicht wie Glucose verstoffwechselt, sondern folgt ihrem eigenen Raster. So muss die Leber den Stoffwechsel der Fructose allein stemmen. Hierfür wird die dreifache Energie benötigt, welche die Leber ihren Zellen entzieht. Es kommt zur Harnsäureentstehung. Außerdem wird die Fructose nicht zu Glykogen umgewandelt, dies bewirkt, dass die Mitochondrien überfordert werden.

Da in der Leber das Insulin nicht wirkt, steigt der Blutzuckerwert an und die Bauchspeicheldrüse muss zusätzliches Insulin bereit stellen, dieses blockiert wiederum die „Satt-Signale“ und wir essen mehr. Die Folgen sind vielfältig, so kann ein zu hoher Insulinspiegel Krebsgeschwüre fördern, zum Zusammenbruch der natürlichen Darmbarriere beitragen und unter Umständen auch zu Demenz führen. Feststeht allerdings, dass wir durch das ausbleibende „Satt-Signal“ und die daraus resultierende mehr aufgenommene Kalorienmenge unsere Fettzellen füllen. Aber nicht zuerst das rein unästhetische Unterhautfettgewebe, sondern wir füllen unsere Bauchfettdepots, welche im direkten Zusammenhang mit Stoffwechselkrankheiten stehen.

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Weniger Zucker im Müsli?- Lasst euch nicht täuschen, auch hinter den Bezeichnungen Oligofruktose und Glucose-Fructose-Sirup steckt Zucker, selbst Honig ist reiner zugesetzter Zucker.

Es ist somit kein Wunder, dass ein schlank aussehender Mensch, welcher keinen Alkohol trinkt, aber jeden Tag Junkfood und andere zuckerhaltige Lebensmittel zu sich nimmt, bereits früh eine Fettleber bekommt. Und mit anderen Stoffwechselkrankheiten, wie Bluthochdruck, Diabetis, etc. belastet ist.

Jetzt stelle ich euch die Frage: "Brauchen wir das Zeug wirklich?"
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Liest sich wie die Zutatenliste eines Experiments in Chemie. Selbstverständlich darf auch in der Würzkomposition Zucker nicht fehlen! Brauchen wir solche Produkte wirklich?!

Von dem einen oder anderen wird jetzt die Anmerkung kommen, aber was ist mit Obst? Obst besteht doch fast nur aus Fructose. Und diese Anmerkung ist auch absolut berechtigt und richtig, allerdings enthält Obst noch ein sehr wertvolles Kohlenhydrat, welches die Auswirkungen der Fructose soweit mindert, dass sie im Obst unbedenklich ist. Bei diesem Kohlenhydrat handelt es sich um die Ballasstoffe. In ihren zwei Formen im Obst vorkommend, bilden sie ein Gitter, dass die Verstoffwechselung der Fructose verlangsamt und somit der Leber ausreichend Zeit gibt, um diese ordentlich abzubauen. Das funktioniert aber nur bei ganzen Obst, sowohl das „Obst“ in Säften, als auch in Smoothies verliert durch das Zerkleinern diese Wirkung.

Da ich aber sowieso mein Obst lieber selbst kaue, war somit diese Ausnahme für mich nicht schädlich. Also kann man sagen, der Körper benötigt Zucker überhaupt nicht. Er mag ihn allerdings sehr gerne, da er dem Gehirn schnell Energie liefert und den Serotinspiegel anhebt. Serotin ist quasi das Glückshormon des Körpers (ein niedriger Serotinspiegel im Gehirn löst klinische Depressionen aus). Durch den Verzehr von Zucker wird der Serotinspiegel angehoben, fällt allerdings nach kurzer Zeit wieder ab und man benötigt immer mehr Zucker um diesen erneut anzuheben. Es liegt somit auf der Hand, warum Zucker so eine süchtig machende Wirkung auf uns hat.

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Zwei verschiedene zugesetzte Zuckerarten im Schinken – achtet unbedingt darauf was ihr kauft!

Wir brauchen den Zucker quasi nicht aber wir wollen ihn unbedingt. Und genau an dieser Stelle liegt unser Problem und der Große Nutzen, den die Nahrungsmittelindustrie aus uns zieht. In fast jedem Produkt, welches man käuflich erwerben kann steckt in irgendeiner Form zugesetzter Zucker, um uns abhängig zu machen und uns zum Kaufen zu bewegen. Bitte achtet daher beim Einkaufen darauf so wenig verarbeitete Produkte wie möglich zu kaufen, es muss kein zugesetzter Zucker im Senf sein, dass dieser einen guten Geschmack bekommt, auch ist das Glucose-Fructose-Sirup in unserer Wurst absolut unnötig. Daher meine Bitte an euch, um die Industrie zum Umdenken zu bewegen, hilft es nur, wenn wir alle zusammen halten und einfach solche Produkte nicht mehr kaufen. Ich will euch jetzt nicht euren Eisbecher in der Sonne oder euer Stück Schokolade am Abend verbieten, aber ich möchte euch dafür sensibilisieren nicht jeden „Scheiß“ zu kaufen und Zucker nur bewusst zu konsumieren. Wenn ihr diese Punkte beachtet, helft ihr nicht nur der Gesellschaft, sondern vorallem euch selbst.

Als kleiner Ansporn vielleicht noch ein Fakt, der meine momentane Leistungsfähigkeit erklärt, denn durch die Senkung des Insulinwertes, wird weniger Energie in den Fettzellen gespeichert, was zu einem besseren und schnellerem Sättigungsgefühl führt und den Appetit zügelt, außerdem ist dadurch mehr Energie für die Muskeln verfügbar, was eben die Leistungsfähigkeit steigert, die Stoffwechselgesundheit erhöht und die Lebensqualität verbessert.

Wie geht es nun weiter?

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Der Genuss solcher kleiner Köstlichkeiten ist auf keinen Fall verboten, solange er bewusst und nicht täglich geschieht.

Ich werde weiterhin, wo es nur geht auf Zucker und vor allem auf Zuckerzusätze verzichten. Einen kompletten und dauerhaften Verzicht wird es aber nicht geben, mein Kompromiss für mich liegt darin, dass jegliche Form von Zucker zwar genossen werden darf, aber nur ganz bewusst und in Produkten, in denen er wirklich unvermeidbar ist. Ansonsten werde ich auch weiterhin versuchen mich, so gut es eben geht, zuckerfrei zu ernähren.

Ich hoffe ich habe euch mit meinem Text nicht zu sehr überfordert, aber dieses Thema liegt mir einfach extrem am Herzen. Alle Informationen aus diesem Text habe ich dem Buch „Die bittere Wahrheit über Zucker“ von Dr. Robert H. Lustig entnommen. Falls euch zu diesem Thema noch etwas interessieren sollte, oder ihr weitere Anregungen habt, dann schreibt mir doch gerne, ich bin für alles offen!

Aber jetzt werde ich ganz bewusst ein Eis genießen und mich freuen, dass ich einen Schritt aus der Zuckersucht gemacht habe. 😉

Habt noch eine schöne restliche Osterzeit.

Bis bald .

Eure Nisi Blume

Die letzten Tage im „Projekt: Zuckerfrei“

Die letzten Tage im „Projekt: Zuckerfrei“

Hallo meine Lieben,

bald ist es geschafft, die letzten Tage im „Projekt: Zuckerfrei“ sind angebrochen. Und ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich auf meine Kugel Eis im Osterurlaub in Den Haag freue! 🙂

Aber vorher gilt es noch drei Tage durchzuhalten, das empfinde ich allerdings im Moment nicht mehr als ganz so schwierig, haben wir es schon bis hier her gebracht.

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Gepäcktransport auf Münsteraner Weise. 😉
Was gibt es so Neues?

Also zuallererst habe ich es wirklich geschafft in Hamburg zuckerfrei zu bleiben. Und dennoch habe ich ein wunderschönes Wochenende mit meiner Freundin in der Elbestadt. Auch die restliche Woche lief ernährungstechnisch wieder super, allerdings kann ich leider das Selbige von meinem Training nicht behaupten.

Ich habe immer größere Probleme mit meiner Pollenallergie, so dass ich in letzter Zeit, gerade beim Intervalltraining, nicht mehr mit meinen normalen Leistungen mithalten konnte. Auch merke ich, dass immer mehr Zeit zum regenerieren nötig ist, da ich dank der blühenden Birke vor meinem Fenster sehr schlecht schlafe. So führen meine Beine und ich im Moment einen kleinen Disput, sie wollen einfach nicht mehr so, wie das  der Kopf gerne hätte.

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Hamburg, du Perle! 🙂

Da allerdings am 23.4. der Halbmarathon in Enschede ansteht und ich  komplett fit und ausgeruht sein möchte/muss,  startet meine Taperingphase eben schon in dieser Woche. Das heißt, dass die nächsten zwei Wochen keine intensiveren Trainingsbelastungen mehr auf dem Trainingsplan stehen und mein ganzes Sportpensum etwas zurückgefahren wird, um dann beim Halbmarathon mit 110% meiner Leistungsfähigkeit an der Startlinie zu stehen. Eine kleine Ausnahme wird es allerdings geben, hierzu berichte ich euch nach einer kleinen Absprache später.

Und was macht jetzt die Nisi Blume so den ganzen Tag?

Also eigentlich bin ich ziemlich beschäftigt, so hole ich endlich mal den ganzen Studikram auf, der auf Grund seines nicht ganz so schönen und spannenden Inhalts aufgeschoben wurde. Außerdem habe ich noch einen Beitrag für euch vorbereitet und weitere Beiträge sind in Planung. Und da das Training ja nur reduziert ist, steht schon noch die eine oder andere Einheit auf meinem Plan.

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Zeit, die mit Freunden und der Familie verbracht wird, ist doch die wertvollste Zeit.
Hilfe, Hilfe, Hilfe! - Ihr seid gefragt!

By the way, ich brauche eure Hilfe. Für Osterwochenende hatte Mr. Blume den Vorschlag gebracht, einen Kurzurlaub zu unternehmen. Gesagt, getan! Wir fahren am Freitag nach Den Haag und entspannen dort bis Sonntag. Und jetzt kommt ihr ins Spiel: Wer von euch war bereits in Den Haag? Habt ihr irgendwelche Tipps, was wir uns unbedingt ansehen müssen, bzw. was wir unbedingt machen müssen?

Ich bin wie immer für jeden Tipp dankbar!

Jetzt heißt es aber schon wieder „Bye, bye“ von mir und auch bald „Bye, bye Fastenzeit und ‚Projekt: Zuckerfrei'“. Ich habe noch einen Beitrag zum Thema „Projekt: Zuckerfrei“ für euch vorbereitet, dieser kommt entweder Sonntag oder Montag online. Danach werde ich höchstwahrscheinlich eine kleine Bloggerpause einlegen, bzw. werdet ihr wieder nur noch einen Beitrag pro Woche bekommen. Ich hoffe ihr seid nicht allzu traurig, aber zwei Beiträge die Woche ist mir einfach zu stressig. Und bevor ich den Spaß verliere, gönne ich mir da lieber ein wenig Pause. Ich hoffe ihr versteht mich.

Mit diesen Worten wünsche ich euch noch eine schöne Woche, sowie eine wundervolle Osterzeit!

Genießt das Oster-Fest in all seinen Facetten!

Bis bald.

Eure Nisi Blume

One-Pot-Quinoa

One-Pot-Quinoa

Hallo meine Lieben,

ich hoffe ihr habt heute alle den wundervollen Sonntag so richtig genossen! Für alle die, die allmählich wieder nach Hause kommen und mächtig Hunger haben, ist dies genau der richtige Blogpost.

Diese Woche möchte ich euch wieder ein Rezept aus dem Buch „Zuckerfrei, Die 40 Tage-Challenge“ von Hannah Frey vorstellen. Allerdings habe ich dieses auch wieder ein wenig abwandeln müssen, da mir manche Sachen so einfach nicht bekommen. Lecker schmecken tut es trotzdem, also viel Spaß beim Nachkochen. 🙂

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Zutaten für 4 Portionen:

  • 250g Spinat
  • 400g Champignons
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 200g Quinoa
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Muskat gemahlen
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Zunächst müsst ihr den Spinat verlesen, waschen, trocken schleudern und grobe Stiele abzwicken. Die Pilze müssen geputzt und in Scheiben geschnitten werden. Die Zwiebeln schält ihr und schneidet sie in kleine Würfel.
  2. Dann erhitzt ihr das Olivenöl in einem Topf und bratet darin das Quinoa, die Zwiebeln und die Pilze für 2-3min an und löscht alles anschließend alles mit der Gemüsebrühe ab und lasst es für ca. 10min bei mittlerer Hitze köcheln.
  3. Nun gebt ihr den Spinat hinzu und lasst alles für weitere 5min köcheln.
  4. Zum Schluss schmeckt ihr eurer One-Pot-Quinoa noch mit Salz, Pfeffer, Chili und Muskat ab und serviert es dann in Schüsseln.
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    Sieht vielleicht nicht ganz so lecker aus, schmeckt aber vorzüglich 🙂

Lasst es euch schmecken und habt noch eine tolle Zeit!

Bis Mittwoch.

Sonnige Grüße sendet euch:

Eure Nisi Blume